Buchstabe G

 

Gästebuch-Spam: Bezeichnet eine Spam-Praxis, bei der manuell oder automatisch durch Skripte zahllos und wahllos in Gästebüchern Einträge vorgenommen werden, die auch einen Link zu einer Webseite beinhalten. Ziel der Maßnahme ist die Manipulation der Link-Popularität bzw. des Google PageRanks. Diese Spam-Praxis hat (ähnlich wie das "Blog-Spam") nach dem Update der Google-Algorithmen zum Jahreswechsel 2003/2004 an Wirksamkeit dramatisch eingebüsst. Offenbar vererben Webseiten mit bestimmten Namen wie z.B. "guestbook.htm" oder "links.htm" seitdem nicht mehr den normalen PageRank.

Google: Die derzeit erfolgreichste, meistgenutzte und beste Suchmaschine. Suchmaschinenoptimierung ist derzeit vor allem Google-Optimierung. Siehe www.google.de.

Google Analytics: Google Analytics ist ein Dienst von Google, mit dem sich die Nutzung und Besucherstruktur einer Website analysieren lässt. Wie bei anderen Webanalyse- oder Webcontrolling-Diensten bietet Google Analytics zahlreiche statistische Auswertungen. So erfährt der Website-Betreiber, woher seine Besucher kommen und wofür sie sich auf seinen Seiten interessieren. Der Dienst ist kostenlos und erfordert lediglich die Einbindung eines kleinen JavaScript-Codes in die betreffenden Webseiten. Google Analytics basiert auf einer Software der Firma Urchin, die Google im Frühjahr 2005 gekauft hat. Aus Sicht der Suchmaschinenoptimierung erscheint dieser Dienst - ähnlich wie Adsense - nur für Black Hat-SEOs wenig geeignet. Alle anderen erhalten einen exzellenten Webanalyse-Dienst, der sonst teuer erkauft werden müsste. Weitere Informationen zu Google Analytics.

Google Base: Google Base (Beta) ist ein kostenloser Google Service, der dem Nutzer erlaubt, alle möglichen Arten von Informationen auf Google Base oder auf anderen Google-Websites zu veröffentlichen. Über Google Base können Nachrichten, Rezepte, Kleinanzeigen, Reiseberichte, Produktbeschreibungen usw. veröffentlicht werden. Die Inhalte sollen dann über Google gefunden werden (der Leser suche mal testweise nach "rezepte weihnachten" in Google). Produktbeschreibungen können über Google Base direkt in Froogle eingestellt werden. Wenn man in Google Base z.B. nach "Suchmaschinenoptimierung" sucht, dann findet man ein paar bunte Einträge z.B. in den Kategorien "Produkte", "Dienstleistung" und "Nachrichten und Berichte". Offenbar spielt Google Base - zumindest im deutschsprachigen Raum - noch keine große Rolle.

Google Bombing: Für die Positionierung einer Webseite in Google ist ein wesentliches Ranking-Kriterium, mit welchen Link-Texten auf die Seite verlinkt wird. Wenn viele Links mit bestimmten Begriffen im Link-Text auf eine Webseite verweisen, dann betrachtet Google die Seite für diese Begriffe als relevant. Dieses kann im Extrem dazu führen, dass Webseiten zu einer Suchabfrage an die erste Stelle gelangen, obwohl die Begriffe der Suchabfrage überhaupt nicht auf der verlinkten Webseite genannt werden. Dieses Phänomen wurde in der Vergangenheit gelegentlich für politische Aktionen genutzt und wird als "Google Bombing" bezeichnet. Im Januar 2006 hat Google dem Google Bombing allerdings durch eine Algorithmen-Änderung einen Riegel vorgeschoben. Frühere Google Bombs, wie z.B. das legendäre Beispiel, bei dem eine Suche nach "miserable failure" (dt. "übles Versagen") in Google dazu führte, dass auf den ersten Positionen der Ergebnisseite die Biographie von George W. Bush auftauchte, funktionieren nicht mehr.

Google Bowling: Dt. "Aus Google herauskegeln". Bezeichnet die vorsätzliche Durchführung von Maßnahmen, mit dem Ziel, der Positionierung einer Webseite in Google (bzw. in Suchmaschinen allgemein) zu schaden. Die Ranking-Algorithmen von fortschrittlichen Suchmaschinen versuchen heute, anhand einer Vielzahl von internen und externen Kriterien die Qualität von Webseiten zu erkennen. Ein wesentliches Ziel ist dabei, jene Seiten zu identifizieren, die Maßnahmen verwenden, die gegen die Richtlinien von Suchmaschinen verstossen bzw. der Kategorie Spam zuzuordnen sind. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass es der Positionierung einer Webseite zu einem bestimmten Suchbegriff schaden kann, wenn diese z.B. massenhaft von anderen Webseiten Links mit identischem Linktext erhält, wobei dieser den betreffenden Suchbegriff beinhaltet, und bei denen die linkenden Webseiten der Kategorie "Bad Neighbourhood" zuzuordnen sind (z.B. Linkfarmen). Beim "Google Bowling" machen sich finstere Zeitgenossen diesen Zusammenhang zu Nutze: Sie greifen mit den beschriebenen und weiteren Maßnahmen gezielt eine Webseite an, mit der Absicht, der Positionierung einer Webseite in Suchmaschinen vorsätzlich zu schaden. Was sich unter der Bezeichnis "Bowling" oder "Herauskegeln" harmlos anhört, kann für den Betreiber einer Website eine Katastrophe sein; wer wirtschaftlich z.B. von einer E-Commere-Website abhängt, für den bedeutet ein solcher Angriff möglicherweise eine massive wirtschaftliche Schädigung. Es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis es ein tatsächlicher oder vermeintlicher Fall der vorsätzlichen Schädigung von Webseiten Grund für eine Auseinandersetzung vor einem deutschen Straf- und/oder Zivilgericht wird. Problematisch dürfte hierbei vor allem der Nachweis der Täterschaft sein.

Google Click-Tracking: Aufgrund eigener sporadischer Beobachtungen des Autors sowie anhand von Berichten im Forum Webmasterworld könnte es seit dem Jahreswechsel 2003/2004 eine Art Click-Trackings durch die Suchmaschine Google geben. Ein neues Ranking-Kriterium? Die These ist, dass Google bei einem Bruchteil der getätigten Suchanfragen ermittelt, auf welches Suchergebnis Nutzer tatsächlich geklickt haben. Auf diese Weise könnte entweder eine Form der Click-Popularität implementiert worden sein (die am Häufigsten geklickten Ergebnis-Einträge erhalten ein besseres Ranking), oder aber ein Mechanismus zur Spam-Erkennung (die am Wenigsten geklickten Ergebnis-Einträge werden im Ranking abgestuft, da Sie offenbar die Suchmaschinen-Nutzer nicht ansprechen, weil Sie z.B. aus einer schlichten Aneinanderreihung von Keywords bestehen). Google könnte Missbrauch dieses Mechanismus dadurch verhindern, dass dieses Click-Tracking nur bei einem Bruchteil der Suchanfragen angewendet wird, so dass absichtliche Klick-Maipulation ineffizient wäre. Aufgrund der hohen Zahl der Suchanfragen in Google dürfte rasch eine große Click-Tracking-Datenmenge zusammenkommen, die als Basis für ein derartiges Ranking-Kriterium ausreicht. Update: Es kann mittlerweile als sicher angesehen werden, daß Google ein Click Tracking durchführt. Stichproben eines Nutzers dieses Lexikons im Oktober 2006 ergaben, daß zu 100% in den Google Ergebnisseiten ein Javascript-Aufruf enthalten ist, der vor dem Laden einer Zielseite einen Request mit der gewünschten URL an einen Google-Server sendet.

Google Dance: Bezeichnet das früher regelmäßige Index-Update der Suchmaschine Google. Die Bezeichnung "Google Dance" stand für das auffällige Verhalten ("Tanzen") der Suchergebnisse auf verschiedenen Google-Servern während eines Index-Updates. Dieses Index-Update erfolgte früher etwa alle vier Wochen und zeigte sich vor allem in deutlichen Veränderungen bei den Suchergebnissen und - bei installierter Google-Toolbar - Schwankungen im PageRank. Das Update erstreckte sich über mehrere Tage, wobei die Resultate aus dem alten und dem neuen Index auf den verschiedenen Google-Server häufig wechseln. Den "klassischen Google-Dance" scheint es nicht mehr zu geben, vielmehr ist Google offenbar zu einem "Dauer-Tanz" übergegangen.

Google Everflux: Bezeichnet das ständige Wechseln in Googles Ergebnisseiten. Neue Webseiten erscheinen z.B. oft sehr schnell bei Google, sind dann aber genauso schnell wieder verschwunden. Die Ursache liegt darin, dass neue Seiten zunächst nur im Rahmen von "Fresh Crawls" erfasst werden. Fresh Crawls führen aber nur zu einer flüchtigen Aufnahme der Seiten. Webseiten werden erst nach einem "Deep Crawl" und beim nächsten "Google Dance" vollständig und dauerhaft in den Index aufgenommen.

Google Local: Im März 2004 hat Google seine Neuentwicklung "Google Local" aus den Research Labs in das Beta-Stadium überführt. Google Local ermöglicht die Suche nach Stichworten unter Eingrenzung auf eine Region (z.B. Stadt oder Postleitzahl). Das System analysiert den gesamten Google-Datenbestand und gleicht ihn mit Adress-Daten aus "Yellow Page"-Verzeichnissen ab. Derzeit funktioniert die Beta-Version von Google Local nur für die USA. Siehe local.google.com.

Google Sandbox: Dt. "Sandkasten". Bezeichnet die schlüssige These, nach der Webseiten, die neu in Google aufgenommen wurden, eine Zeit lang für ihre relevanten Suchbegriffe kein adäquates Ranking erhalten, obwohl genügend Inbound Links vorliegen. Dieser "Sandbox-Effect" oder "Sandkasten-Effekt" scheint einige Monate zu wirken. Siehe z.B. eine frühe Diskussion im Forum Webmasterworld. Nicht nur Opfer des Sandbox-Effects beklagen, dass auf diese Weise die Aktualität der Suchmaschine Google leiden könnte. Zugleich wird die Sandbox als wirksames Mittel der Spam-Bekämpfung gesehen: Spam-behaftete "Wegwerf-Websites", die nur dazu dienen, für einige Monate dem Spammer Geld zu verschaffen, bis die Websites möglicherweise einem Spam-Filter zum Opfer fallen, lohnen sich weniger bzw. werden risikoreicher: Durch den Sandbox-Effekt erreichen diese Websites nur langsame eine finanziell lohnenswerte Platzierung und viele von diesen Websites fallen bereits vorher einem Spam-Filter zum Opfer. Erfreulich: Der Sandbox-Effect dürfte langfristig viele Spammer demotivieren. Unerfreulich: Leider frustriert dieser Effekt auch viele SEOs (und deren Kunden), die völlig ohne Spam arbeiten. Geduld scheint zu einer wesentlichen Erfolgsvoraussetzung für erfolgreiche Google-Suchmaschinenoptimierung zu werden.

Google Sitemaps: Mit Google Sitemaps ist es möglich, eine Sitemap der eigenen Website im XML-Format an Google zu übermitteln. Eine solche Sitemap ist ein Hilfsinstrument für die Google Spider, die so besser alle Inhalte einer Website auffinden können, wodurch aktuellere Ergebnisse möglich sein sollen. Zudem sei ein intelligenteres Spidern möglich, da man begleitende Informationen zu seinen Webseiten bereitstellen kann. Der Dienst dürfte für Webmaster interessant sein, die über eine große Website verfügen, deren Verlinkung und dynamische Struktur es Spidern erschwert, alle Seiten problemlos und zeitnah zu erfassen. Wer sich selbst ein Bild machen möchte: Google Sitemaps.

Google Toolbar: Wertvolles Instrument für den Suchmaschinenoptimierer, da bei installierter Toolbar jederzeit der PageRank einer Webseite angezeigt wird. Siehe auch "Toolbar".

Googlebot: Name (User Agent) des Spiders von Google. Bemerkenswert ist, dass Google die Zahl seiner Spider Anfang 2004 offenbar drastisch erhöht hat. Neu ist auch, dass ein Typ des Googlebots mit einer Mozilla-Kennung unterwegs ist. Es steht zu vermuten, dass Google durch die verschiedenen Spider beabsichtigt, Websites zu enttarnen, die Cloaking-Maßnahmen verwenden.

GoogleGuy: Nickname eines offiziellen Mitarbeiters von Google, der im englischsprachigen Diskussionsforum Webmasterworld regelmäßig zu Themen Rede und Anwort steht, die Google betreffen. Vielfach wird vermutet, dass es sich bei GoogleGuy um den Google-Mitarbeiter Matt Cutts handelt, der übrigens einen für Suchmaschinen-Optimierer sehr lesenswerten Blog betreibt.

 

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