Buchstabe P

 

Page Impressions: Auch "Page Views", dt. "Webseiten-Aufrufe". Bezeichnen die Zahl, wie oft eine Webseite durch Besucher aufgerufen wurde. Page Impressions sind damit ein zentrales Maß zur Beurteilung des Erfolgs von Webseiten. Problematisch ist dabei, dass ein und derselbe Besucher einer Webseite mit jedem wiederholten Besuch einer Seite erneut eine Page Impression erzeugt. Ein anderes wesentliches Maß der Erfolgsbeurteilung von Webseiten sind daher die "Unique Visitors", wobei jeder Besucher nur einmal gezählt wird, egal wieviele Webseiten er bei seinem Besuch aufruft. Das Verhältnis von Page Impressions zu Unique Visitors schließlich zeigt, wie viele Webseiten ein Besucher im Durchschnitt anschaut und ist damit ein Maß zur Burteilung der Attraktivität einer Website für Besucher. Je höher dieser Wert, desto höher ist schließlich die Verweildauer des Besuchers auf den Webseiten.

Page Jacking: Dt. "Entführung von Webseiten". Kopieren von Inhalten einer Webseite, um mit der Kopie eigennützige Ziele zu verfolgen. Ist ungesetzlich und kann von Webmastern mit Abmahnungen verfolgt werden.

Page Popularity: Siehe "Link Popularity".

PageRank: Der PageRank (abgek. "PR") ist ein von Google entwickeltes Maß der gewichteten Link Popularity für eine Webseite. Es ist jedoch kein Maß für die Relevanz eine Seite, wie häufig fäschlicherweise vermutet. Als PageRank wird der Wert bezeichnet, mit dem Google eine Webseite aufgrund der Zahl und dem Gewicht ihrer Inbound Links bewertet. Dieser Wert, meist dargestellt als Zahl zwischen 0 und 10, kann z.B. mit Hilfe der Google Toolbar für eine Webseite angezeigt werden. Ein hoher PageRank korrespondierte in Google früher deutlich mit einer hohen Ranking-Position. Dieser Zusammenhang scheint seit dem Jahreswechsel 2003 / 2003 nicht mehr in der bisherigen Deutlichkeit zu gelten. Websites, deren Seiten einen hohen PageRank aufweisen, profitieren jedoch von verschiedenen Vorteilen: Sie werden z.B. häufiger und tiefer gespidert.

PageRank Drain: Dt. "PageRank-Abfluß". Der PageRank ist ein seitenbezogenes Konzept und spiegelt das "Gewicht" einer Webseite wider (nicht dessen Relevanz). Der PageRank einer Seite steigt, je mehr Webseiten auf diese verlinken und je mehr PageRank diese an die Seite vererben können (je mehr PageRank eine Webseite hat, desto mehr kann Sie über Outbound Links vererben). Dabei gilt, dass der vererbte PageRank einer Seite zwischen allen Outbound Links aufgeteilt wird. Beispiel: Eine Seite mit einem PageRank von 7 und einem Outbound Link dürfte an die verlinkte Seiten einen PageRank von 6 weitergeben. Hat die gleiche Seite jedoch 100 Outbound Links, dann sinkt der Wert des vererbten PageRanks pro Link deutlich ab. Das gleiche Prinzip gilt nicht nur bei der Verlinkung zwischen unterschiedlichen Domains, sondern auch zwischen den Seiten einer Domain. Diese Distribution von PageRank bildet ein wesentliches Fundament der Ranking-Algorithmen von Google. Es gibt Formen der PageRank-Weitergabe, die vom Webmaster unerwünscht sein sollten, und welche unter der negative Bezeichnung "PageRank Drain" zusammengefasst werden. Ein typischer Fall eines fahrlässigen PageRank Drain innerhalb einer Website ist die Errichtung einer "Startseite" als Root-URL (z.B. in Form einer "Splash Page"). Derartige Startseiten verfügen i.d.R. nur über einen Outbound Link auf eine folgende Webseite, erhalten aber wegen ihrer Eigenschaft als Root-URL fast alle Inbound Links. Durch diese Vorschaltung der (i.d.R. nutzlosen) Startseite "fließt bereits PageRank ab", und die Distribution des PageRank innerhalb der Website ist nicht optimal. Eine hervorragende Darstellung zum Thema PageRank-Distribution bietet die Website von eFactory. Es sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass der PageRank zwar nach wie vor wichtig ist, die Ermittlung der Relevanz einer Seite in Google jedoch seit den Updates zum Jahreswechsel 2003/2004 wesentlich von anderen Faktoren beeinflusst wird. Websites, die penibel darauf bedacht sind, Outbound Links zu vermeiden, um einen PageRank Drain zu verhindern, reduzieren ihr Ranking-Potential erheblich. Für ein gutes Ranking scheint die Einbettung einer Website in ein "thematisches Verlinkungskonzept" von erheblicher Bedeutung zu sein. Aktuell: Seit Ende Mai 2005 zeigt die Google Toolbar keinen PageRank mehr an.

Paid Inclusion: Auch "Paid Listing", dt. "Bezahlte Aufnahme". Aufnahme in den Datenbestand einer Suchmaschine gegen Bezahlung. Der Vorteil liegt darin, dass die Aufnahme in der Regel innerhalb weniger Tage erfolgt und die Webseite regelmäßig neu gespidert wird. Ein Vorteil in Bezug auf das Ranking ist mit Paid Inclusion nicht verbunden. Wird mittlerweile von zahlreichen Suchmaschinen(-Betreibern) praktiziert, u.a. von Inktomi und FAST.

Paid Listing: Als "Paid Listing" bezeichnet man jene "Suchergebnisse", in denen sich Werbetreibende ihre Position erkauft haben. Ein Blick auf eine Suchergebnisseite von Google veranschaulicht den Unterschied: Alle als "Anzeige" gekennzeichneten Bereiche einer Ergebnisseite sind Paid Listings, der andere (links befindliche) Bereich ist das "Organic Listing" (siehe auch "Paid Inclusion").

Paid Placement: Dt. "Bezahlte Platzierung". Aufnahme in die Ergebnisseiten einer Suchmaschine gegen Bezahlung, wobei eine bestimmte Position in Bezug auf bestimmte Keywords erreicht werden kann, sofern der Preis stimmt. Der Preis wird meist in einem offenen Bieterverfahren in Bezug auf die Kosten pro Click festgelegt (Pay per Click). Damit hängen die Kosten vor allem vom Wettbewerb um eine bestimmte Suchmaschinen-Position ab. Wird in unterschiedlichen Varianten z.B. von Overture, Espotting und Google (Adwords) praktiziert, wobei die bezahlten Suchergebnisse je nach Suchmaschine mehr oder weniger deutlich gekennzeichnet werden und damit als Paid Placements erkennbar sind.

Paid Ranking: Dt. "Bezahlte Positionierung". Aufnahme in die Ergebnisseiten einer Suchmaschine ähnlich wie beim Paid Placement. Im Unterschied zum Paid Placement werden die Paid Ranking-Suchergebnisse nicht deutlich gekennzeichnet, so dass diese kaum oder gar nicht von den normalen Suchergebnissen zu unterscheiden sind.

Paid Submission: Dt. "Kostenpflichtige Anmeldung". Gebührenpflichtige Anmeldung einer Webseite bei Suchdiensten, meist Verzeichnissen. Die Zahlung einer Gebühr garantiert nur die Bearbeitung der Anmeldung innerhalb einer gewissen Frist, nicht jedoch die Aufnahme ("Listing") der Webseite. Über die Aufnahme entscheiden die Redakteure des Verzeichnisses. Bekanntestes Beispiel ist das Verzeichnis Yahoo, das für die Prüfung von Firmeneinträgen stolze 299 Euro verlangt.

Pay per Click: Dt. "Bezahlung pro Click". Im Auktionsverfahren kann eine prominente Position in Suchmaschinen ersteigert werden. Je mehr ein Website-Betreiber für einen Click zu zahlen bereit ist, desto prominenter wird er in den Suchergebnis-Seiten zu bestimmen Keywords positioniert. Wird in unterschiedlichen Varianten z.B. von Overture, Espotting und Google ("Adwords") praktiziert, wobei die bezahlten Suchergebnisse je nach Suchmaschine mehr oder weniger deutlich gekennzeichnet werden.

Pay per Lead: Dt. "Bezahlung pro qualifiziertem Kundenkontakt". Ein fixer Betrag wird gezahlt, wenn durch eine werbliche Maßnahme (zum Beispiel durch Einblendung eines Links oder einer Werbefläche) ein qualifizierter Kundenkontakt zustande kommt. Ein qualifizierter Kundenkontakt kann z.B. die Bestellung eines Newsletters, die Anforderung eines Katalogs oder eine sonstige Aktion sein.

Pay per Sale: Dt. "Bezahlung pro Verkauf". Bei diesem Verfahren wird ein i.d.R. prozentualer Betrag des Kaufpreises als Provision gezahlt, wenn durch eine werbliche Maßnahme (zum Beispiel durch Einblendung eines Links oder einer Werbefläche) ein Verkauf zustande kommt.

Pay per View: Dt. "Bezahlung pro Einblendung". Häufiges Verfahren bei Bannerwerbung. Die Kosten für die Werbeeinblendungen richten sich danach, wie viele Besucher die Werbebanner zu Gesicht bekommen. Berechnungsgrundlage sind in der Regel Tausender-Kontaktpreise.

Pay per Visit: Dt. "Bezahlung pro Besuch". Bei diesem Verfahren fallen Kosten für jeden Besuch an, der über ein Werbebanner oder einen Link auf eine Website erfolgt.

PHP: Abk. von "PHP Hypertext Preprocessor. Serverseitige Scriptsprache auf Open Source-Basis, die sich (auch bei Suchmaschinenoptimierern) großer Beliebheit erfreut.

Ping: Abk. von "Packet Internet Groper". Verbreitetes Programm, um die Erreichbarkeit von Rechnern im Internet oder anderen Netzwerken zu testen. Das Programm schickt ein Signal an den Zielrechner und zeigt an, wie lange es dauert, bis eine Antwort vom Zielrechner zurückkommt. Kann auf jedem Windows PC schnell ausprobiert werden: Einfach unter "Ausführen" Folgendes eingeben: ping www.namederdomain.de.

Portal: Zugangsseite im Internet, über die andere Seiten und Dienste erreicht werden können. Portale beinhalten Informationen und Dienstleistungen, die aus Sicht der jeweiligen Zielgruppe des Portals zusammengehören. Das bekannteste Portal dürfte Yahoo sein.

Position Monitoring: Dt. "Positions-Überwachung". Bezeichnet die Beobachtung des Ranking-Erfolgs von Maßnahmen der Suchmaschinenoptimierung. Zur systematischen Verfolgung des Ranking einer Webseite bei Suchmachinen stehen zahlreiche Online-Dienste und Programme zur Verfügung. Abzuraten ist allerdings von einer übertriebenen Nutzung automatischer Prozesse zur Überprüfen der Suchmaschinen-Position.

Positioning: Dt. "Positionierung", siehe "Suchmaschinenoptimierung".

PPC: Abk. von "Pay per Click".

PPL: Abk. von "Pay per Lead".

PPS: Abk. von "Pay per Sale".

PR: Abk. von "PageRank", dem Konzept der gewichteten Link Popularity von Google. Nebenbemerkung: Die Abkürzung "PR 0" wird im Zusammenhang mit einer Website verwendet, die mit dem Entzug des PageRank bestraft wurde (siehe auch "Bad Rank").

Precision: Dt. "Präzision". Die Qualität von Suchmaschinen-Ergebnisse wird u.a. nach Ihre Präzision gemessen. Eine hohe Präzision besagt, dass die gelieferten Ergebnisse der Suchanfrage tatsächlich entsprechen (siehe auch "False Drops").

Provider: Dienstleister, der den Zugang zum Internet ermöglicht (z.B. AOL oder T-Online).

Proxy-Server: Proxy-Server werden oftmals von Internet-Providern betrieben, um Webseiten, die häufig abgerufen werden, zwischenzuspeichern. Wenn erneut ein Abruf der selben Webseite von einem Kunden des Internet-Providers erfolgt, prüft der Proxy-Server, ob die Daten der Webseite bereits beim Provider vorhanden sind. Ist dies der Fall, bekommt der Besucher der Webseite eine "Kopie" aus dem Cache geliefert, die schneller übertragen werden kann als das "Original". Sind die Daten der Webseite noch nicht vorhanden, verbindet der Proxy-Server den Besucher weiter zu der gewünschten Adresse. Der Einsatz von Proxy-Servern erschwert das Monitoring von Besucherzahlen einer Webseite im Rahmen der Suchmaschinenoptimierung, da (ohne technische Gegenmaßnahmen) nicht alle Besuche vom Website-Betreiber erfasst werden können.

 

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